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Bitte nicht helfen, es ist auch so schon schwer genug. (Graffitispruch) Der Spatz und der KuhfladenEs war einmal … Innerhalb kurzer Zeit setzte sich jedoch Eis auf seinen Flügeln fest und fast steifgefroren fiel er auf einem Bauernhof auf den Boden. Eine Kuh ging vorbei und schiß auf den kleinen Zugvogel. Der Vogel dachte, das ist das Ende, aber die Kuhscheiße wärmte ihn und taute seine Flügel auf. Warm und glücklich fing er an zu singen. In diesem Moment schlich eine große Katze vorbei, und als sie das Gezwitscher hörte, untersuchte sie, woher es kam. Die Katze räumte die Kuhscheiße weg, fand den zwitschernden Vogel und fraß ihn auf. Die Moral von der Geschicht': (Unbekannt) Jenseits der Welt der GegensätzeEin Mensch, der wirklich auf dem Weg ist und in Weltnot gerät, wird als Folge sich nicht an den Freund wenden, der ihm Schutz und Trost anbietet und sein altes Selbst dazu ermutigt zu überleben. Er wird vielmehr denjenigen auswählen, der ihm treu und unerbittlich dabei hilft, sich zu wagen, so daß er das Leiden aushält und es voll Mut durchschreitet kann und es so zu einem ›Floß, das ihn an die andere Seite bringt‹ macht. Nur in dem Ausmaß, daß ein Mensch sich immer und immer wieder der Vernichtung aussetzt, kann das, was unvernichtbar ist, in ihm auftauchen. Darin liegt die Würde des Wagens. Deshalb besteht das Ziel von Meditation und sonstiger spiritueller Disziplin nicht darin, eine Haltung zu entwickeln, die einem Menschen erlaubt, einen Zustand von Harmonie und Frieden zu erlangen, in dem ihm nie wieder etwas stören kann. Im Gegenteil sollte spirituelle Disziplin ihn lehren, sich angreifen, durcheinander bringen, verletzen und zerbrechen zu lassen – das heißt, sie sollte ihn befähigen, das Wagnis einzugehen, dieses so vergebliche Jagen nach Harmonie aufzugeben oder ein Überwinden von Schmerz und ein bequemes Leben anzustreben, damit er, während er sich mit den Kräften mißt, die ihm entgegen stehen, das entdecken kann, was ihn jenseits der Welt der Gegensätze erwartet. Wir brauchen den Mut, uns dem Leben und all dem zu stellen, was in der Welt am gefährlichsten ist. Dann wird Meditation das Mittel, mit dem wir die Dämonen willkommen heißen, die aus unserem Unbewußten aufsteigen. Nur wenn wir uns immer wieder durch Zonen der Vernichtung wagen, kann unser Kontakt mit unserem höheren Selbst, das jenseits der Vernichtung ist, fest und stabil werden. Je mehr ein Mensch es lernt, sich ganzherzig mit der Welt zu konfrontieren, die ihn mit Isolation bedroht, desto mehr zeigen sich die Tiefen seines Wesensgrundes, und die Möglichkeiten neuen Lebens und Werdens öffnen sich. (nach Karlfried Graf Dürckheim)
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